Oldtimerfruehling

Zum ersten Großevent der Historischen Rennszene lud der Hockenheimring vom 14. bis 17. April auf den Grand Prix Kurs. Vor 20.000 Zuschauern und bei fruehlingshaften Bedingungen erlebten zahlreiche Meisterschaften ihre ersten Saisonlaeufe. Dabei wurde neben der Praesentation der Rennfahrzeuge packender Motorsport geboten.

Abseits der Strecke gab es u.a. ein Treffen Historischer Renntransporter.

Formelklassen

Die schnellsten Runden realisierten die Piloten der BOSS GP, bei deren Start ins neue Rennjahr zwei Rennen auf dem Programm standen. Den zwanzig Minuten dauernden ersten Heat konnte Arnold Wagner fuer sich entscheiden. Dabei fing der Arrows A22 den anfangs fuehrenden Klaas Zwart noch ab. Rang drei ging an Marjin van Kalmhout (beide Benetton B197) und schnellster aus der Klasse Formula war Ingo Gerstl vor Dallara GP2-Kollege Ralph Moog. Die Mastersklasse ging an Didier Sirgue, der mit dem Jordan 191 die Worldseries-Dallara mit Martin Kindler und Norbert Gruber hinter sich hielt. Das Hauptrennen sicherte sich van Kalmhout gefolgt von Frits van Eerd (Tyrrell 026) und Wagner. Den Formulasieg wiederholte Gerstl, dieses Mal vor Panoz

DP1-Pilot Henk de Boer und bei den Masters setzte sich Gruber vor Thomas Fleischmanns Lola B99/50 in Szene.

Die FIA HISTORIC FORMULA ONE vertrat ebenfalls die hoechste Monopostoklasse der Motorsports. Hier konnte nach dem Rennen Bobby Verdon-Roe den groeßten Pokal in Empfang nehmen. Dem McLaren MP4 folgten Steve Hartley im Arrows A4 und Peter Wuensch (Wolf WR1). Richard Eyre pilotierte seinen Williams FW08 vor Nico Bindels Lotus 87 auf die vierte Position und John Delane fuhr den Tyrrell 002 als Sieger der Klasse bis 1971 auf Rang sechs.

Zu Ehren von Jim Clark gehoert auch die HISTORIC FORMULA 2 zum festen Bestandteil der Hockenheim Historic. Die March-Treter Martin Stretton (742) und Matthew Watts im 77er Modell teilten sich die beiden ersten Plaetze in den Rennlaeufen gleichmaeßig auf. Darwin Smith im March 722, Peter Hans auf Ralt RT1 und Bo Warmenius (March 772) folgten in Lauf eins und sonntags waren Hans, Peter Wuensch im Ralt RT1 und Ian Ashley mit dem March 79B die aergsten Verfolger.

Wie gewohnt gingen bei den Laeufen zur FIA LURANI TROPHY viele Formel Junior an den Start. An der Spitze lagen die 63er Wagen. Pierre Tonetti gewann

zweimal im Brabham BT6 und verwies jeweils John Fyda (Lotus 22) auf den Ehrenplatz. Dritter wurde am Samstag Urs Eberhardt im Lotus 27 vor Jens Rauschen (Lotus 22). Das Podest des zweiten Rennens erklomm Rauschen, der Erwin van Gelders Lotus 20/22 hinter sich hielt.

Bei den aeltesten Junioren ging der Sieg bei den Fiat/Lancia-Motoren jeweils an Jan Biekens, der seine Stanguellini-Konkurrenten Guido di Egidio und Olaf Strauch in Schach hilet. Auch bei den sonstigen Motoren wiederholte der Samstagssieger Robin Longdon (Lola Mk2) seinen Erfolg am Sonntag. Erik Jutesen fuhr im Mallock U2 jeweils auf Rang zwei und Dritter wurden John Chisholm im Gemini Mk2 sowie Justin Fleming (Elva 100).

Sport- und Tourenwagen

Wie bei der Fia F1 war das Feld des SUPER SPORTS CUP recht ueberschaubar. Michele Liguori behielt in den Rennlaeufen mit seinem Lola T292 die Oberhand

gegenueber Silvio Kalb im 2L-March 75S und Timo Scheibners Lola T222. Letztere tauschten ihre Plaetze im zweiten Heat. Michiel Campagne fuhr beide Male im McLaren M8f auf Rang vier. Am Samstag belegten Werner Frenz

(Osella PA5) und Doug Hart im March 76S die naechsten Plaetze und sonntags war Vincent Rivets Chevron B19 fuenftschnellster.

Die SPEZIAL TOURENWAGEN TROPHY brachte ein stattliches Feld ins Badische Motodrom.

Pertti Kuismanen drueckte dem Saisonstart seinen Stempel auf. Mit dem Chrysler Viper gewann er beide Laeufe. In der Klasse ueber 6000 ccm gingen die zweiten Plaetze an Rene Snel und seinen Porsche 996 GT2 und die Viperfahrer Daniel Schrey sowie Ruediger Klos erreichten je einen Dritten Rang. Die Sechsliterklasse holte am Samstag 997er Pilot Christopher Gerhard vor

Porsche-Kollege Reiner Lutz. Letzterer sprang nach Gerhards Disqualifikation (Ueberholen unter Gelb) mit dem Cayman in die Leaderrolle.

In der Klasse bis 3500 ccm hatte Joachim Duscher die Nase des Audi 80 vor dem Mitsubishi Lancer von Pierre Bonhote und Alexandra Irmgartz (Porsche 964).

Sonntags gewann Gerhard Fueller im BMW M3 E30 vor Bonhote und Heinrich Spies (Seat Leon).

Die Klasse bsi 2 Liter holte sich Peter Rikli. Der Honda Civic-Pilot hielt dabei im ersten Rennen Joachim Bunkus im Triumph Dolomite und Joerg Bernhards

Honda S2000 auf Distanz. Sonntags folgten ihm Joerg Schori (Honda Accord) und Hajo Chorus im Ford Focus.

Die Sonderklasse sah den Doppelsieg von Christer Gislerud im Stealth B6 vor den V8 Star mit Sven Fisch und Joakim Ottersen.

Beim KAMPF DER ZWERGE traten wieder Abarth Coppa Mille, die British Car Trophy sowie die NSU TT Trophy gemeinsam an. Bei der Gleichmaeßigkeitspruefung setzte sich bei den Abarths am Samstag Hubert

Nagel durch. Ihm folgten Juergen Schuergers (Fiat 850 Spezial) und sein Fiat Abarth 1000TC-Kollege Andre van Koeveringe aufs Podest. Harald Peter im Steyr Puch 650 und Jan Schouten im naechsten 1000 TC folgten. Die zweite GLP ging an Bernd Bohlmanns Steyr Puch, dem Nagel und Schouten auf den Fersen waren. Rang vier ssicherte sich Thorsten Babon im Fiat 127 vor Peter.

In der BCT gewann Joerg Hoffmann im Triumph Spitfire vor Silke Wernecke, Marco Teuscher und Ken Welch (alle Mini Cooper) und der zweite Durchgang wurde zur Beute von Wolfgang Drixelius. Gordon Scott, Welch und Teuscher machten den Mini-Triumph perfekt.

Bei den NSU lag Fred Koch vor Patrick Hug und Hans Werner Hein auf dem Spitzenrang. Es folgten Roland Mueller und Rainer Oesterbeck. Letzterer gewann Lauf zwei vor Lutz Gersdorf, Hein, Mueller und Thorsten Weth.

 

Text: Stefan Chytrek

Quelle: www.kurvensteher.de