Jubilaeumslauf

Zum 40. Mal veranstaltete das Racing Team Trier sein Bergrennen zwischen Fell und Thomm. Auf der 3,7 km langen Strecke wurden am ersten Juniwochenende Punkte fuer die Europameisterschaft sowie das Deutsche und Luxemburger Championat vergeben. Waehrend der Bergfahrten blieb es trocken und die Rekordzeiten

konnten angegriffen werden. Der Inhaber des absoluten Streckenrekordes und Topfavorit Simone Faggioli zog es allerdings vor in Italien zu fahren und seine Zeiten aus dem Vorjahr blieben unerreicht.

Marcel Steiner setzte sich nach einem Dreher seines Osella FA30-Kollegen Guy Demuth deutlich durch und verwieß Fausto Bormolini, Otakar Kramsky (beide

Reynard-Formel 3000) und Sportwagensieger Adriano Zerla (Osella PA30) auf die Plaetze. Eroeffnet wurden die Rennlaeufe von den historischen Fahrzeugen.

In der EBM-Gruppe war Jean Marie Almeras der Maßstab. Im Porsche 935 gewann er vor Oskar Kral, der mit seinem Skoda 130 eine halbe Sekunde vor

Walter Paulis Renault Alpine A110 lag. Auch Rene Frank kam als Sieger des Classic Berg Cup im BMW M3 E30 nicht an die Zeit von Almeras heran. Richard Rein (Ford Capri Mk1) und Andreas Herl auf Ford Escort Mk2 machten das CBC-Podest komplett.

Der NSU-Bergpokal bildete die teilnehmerstaerkste Klasse.

Mit Joerg Hoeber verabschiedete sich schon im Training ein schneller Pilot durch Unfall. An der Spitze lagen Uwe Schindler und Joerg Davidovic eng beisammen. 0,5 Sekunden entschieden schließlich zugunsten von Schindler. Nicola Hoellerich erreichte einen tollen dritten Rang vor dem mit technischen Problemen kaempfenden Steffen Hofmann.

In der Gruppe G setzte sich Edmund Seiwert im Opel Astra F durch und die Gruppe H ging an den Ford Escort Cosworth-Piloten Norman Struckmann. Topzeiten wurden in der Gruppe N gefahren. Ales Prek und Dusan Borkovic schockten mit ihren Werten die Gruppe A-Vertreter. Fuer Roland Wanek blieb

da nur Rang drei, den er denkbar knapp mit 15/100 Sekunden auf Pawel Dytko (alle Mitsubishi Lancer) holte. Jiri Los verwandelte seinen Subaru Impreza

bereits im Probelauf in einen Totalschaden. In der Gruppe A ließ Roger Schnellmann im zweiten Durchgang die entscheidende Zeit liegen und fiel knapp hinter seinen Mitsubishi Lancer- Kontrahenten Lukas Vojacek und Jaromir Maly im Subaru Impreza zurueck.

Die zusammengelegten Gruppen FS/E1 und E2/SH dominierte Georg Plasa, der im neuen BMW 134 Judd neben einem beeindruckenden TW-Rekord auf

Gesamtrang neun fuhr. Reto Meisel kam im Mercedes 190 RM1 auf einen sicheren zweiten Platz vor Herbert Stolz im Porsche 964 Biturbo. In der Zweiliterklasse gab es nach dem Motorschaden am Opel Kadett C von Holger Hovemann einen engen Einlauf. Bjoern Wiebe setzte sich mit 12/100 Vorsprung gegenueber Dieter Rottenberger (BMW 318 E36) durch. Renault

Clio-Kollege Thomas Flik verpasste um 6/10 Sekunden das Treppchen, auf dem sich Bruder Andre Wiebe (Renault Megane) wiederfand. Bis 1,6 Liter gewann Rui Goncalves vor seinem Honda Civic-Konkurrenten Claude Soisson.

In der Klasse bis 2000 ccm der Gruppen CN/C3 holte Arno Bereiter im PRCHonda dank eines guten zweiten Heats Rang eins vor Georg Olbrich im Osella

PA21-Honda. Die große Klasse ging an den Gesamtvierten Zerla, dem die Osella PA20-BMW mit Uwe Lang und Petr Vitek folgten.

Die Zweiliter-Formelwagen wurden von Thomas Roessler im Dallara 305/07- Opel gewonnen. Hinter ihm lief sein Markenkollege Frank Debruyne im 2000er

Modell ein.

 

Text: Stefan Chytrek

Quelle: www.kurvensteher.de